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    <title>Sein oder Nichtsein</title>
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    <dc:publisher>Okthabeus</dc:publisher>
    <dc:creator>Okthabeus</dc:creator>
    <dc:date>2005-05-10T13:50:15Z</dc:date>
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    <title>Sein oder Nichtsein</title>
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  <item rdf:about="http://blackandwhite.twoday.net/stories/681355/">
    <title>Die Disco</title>
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    <description>Endlich Freitag  ab in die Disco?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Disco eine Jugendszene? Man möchte es meinen, weil sich dort gewöhnlich nur junge Leute aufhalten. Das ist aber nur eine Seite. Die Disco ist nicht mehr jugendlich. Sie ist alt; über vierzig Jahre alt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der Sechzigerjahre war die Disco eine echte Jugendwelt. Da hatten Erwachsene keinen Zugang. Die Devise damals war: Trau keinem über dreißig! Damit waren natürlich besonders Eltern, Lehrer und andere Autoritätspersonen gemeint. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So um 1958 gab es in Europa einen Umbruch in der Unterhaltungsmusik, ausgehend vom amerikanischen Rhythm and Blues und nicht zuletzt durch Elvis Presley. Damals war die große Zeit der Rockn Roll Bands. In Tanzlokalen für Jugendliche spielten solche Bands. Bald entdeckten aber diverse Lokalbetreiber, dass es wesentlich billiger ist, Schallplatten spielen zu lassen als Bands  und maßgebend für diese Lokale ist natürlich das Geschäft und nicht irgend eine kulturelle, künstlerische oder soziologische Überlegung. So wurden in Frankreich die erste Discos eingerichtet, wo auch der Begriff discothèque entstand. Diese Geschäftsidee verbreitete sich dann in Windeseile über das ganze Europa westlich des Eisernen Vorhangs, der Grenze zum  kommunistischen Ostblock. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jenen Discos entstand eine eigene Welt abseits des Establishments der Erwachsenen jenseits der betreffenden Altersgrenze  so dachte es sich jedenfalls die Discojugend. Hier fanden die Jugendlichen scheinbar Akzeptanz, konnten sie sich darstellen und ihren Gegenakzent zu einer Welt setzen, zu der sie (noch) nicht gehörten, und zu einer anderen, zu der sie nicht mehr gehörten. Hier fanden sie Mitbürger des Niemandslandes, das sie bewohnten, und fühlten ihr Defizit an Gemeinschaft ausgeglichen. Hier konnten sie sich von einer Welt absetzen, zu der sie einerseits gehören wollten, in die sie anderseits aber noch nicht integriert waren. Deshalb opponierten sie gegen die Erwachsenenwelt. Sie merkten nicht, dass sie gerade dadurch vom wirtschaftlichen Establishments in eine kommerzielle Funktion manövriert worden sind. Der Discokonsum förderte genau das, wogegen die Opposition der Discojugend gerichtet war: das System. Die Discojugend machte sich genau zu dem, was sie gerade nicht sein wollte: zur Beute rein kommerzieller Absichten des bestehenden Establishments und ihres Programms zur Eingliederung der Jugend in das Gesellschaftssystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Selbsttäuschung der Discojugend erlebte sie aber zu wonnevoll und zu suchtartig, als dass sie darüber kritisch nachdenken oder gar aus diesem Widerspruch Konsequenzen ziehen mochte. Die klischeehaften Beurteilungen der von ihnen vorgefundenen Umwelt beantwortete sie in der Discowelt mit Antiklischees. Die einzelnen Jugendlichen passten sich einem Klischee an, das umgekehrt von der Erwachsenenwelt über sie gebildet worden war: widersetzlich, eigensinnig, überheblich, rüpelhaft. Der jugendliche Feldzug gegen die Wirklichkeit, der letztlich selbst Bestandteil dieser bekämpften Wirklichkeit war, erhielt im Laufe der Jahre nur noch neue Dimensionen der Illusion und Entfremdung. In den Sechzigerjahren war die Discowelt noch ein Bereich, den Erwachsene nicht kannten (mit Ausnahme der in dieser Branche tätigen Personen). Das hing mit dem Umbruch in der Unterhaltungsmusik zusammen, denn erst mit dem Rockn Roll führte die U-Musik-Industrie eine spezifische Teenagermusik ein. Zuvor war UMusik nicht so stark altersmäßig abgegrenzt, man denke dabei die lateinamerikanisch geprägten Schlager der Fünfzigerjahre, an Catherina Valente, Vico Torriani usw. Vor der Rock-Ära war europaische U-Musik zudem noch stark von Elementen der Operette und der Volksmusik beeinflusst. Auch der Jazz, der schon in den Dreißigern aufgeblüht war, konnte nicht als Teenagermusik angesehen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftlich gesehen waren Jugendliche vor 1955 in Europa unbedeutend, was mit den Folgen der beiden Weltkriege zusammenhing. Seitdem aber hat sich die Lage kontinuierlich geändert, und im ausgehenden 20. Jahrundert sind Teenager längst zu wichtigen Konsumenten programmiert worden. Damit dieses Geschäft aufrecht bleiben kann, müssen auch die Klischees aufrecht bleiben. Dazu ist aber verstärkte Illusionsbildung notwendig, denn die Zeiten, in denen Jugendliche eine Szene aufbauen konnten, die wie in den Sechzigerjahren der Erwachsenenwelt fremd war und sie beunruhigte, sind längst vorbei. Jetzt sind es nicht nur die Eltern, sondern zunehmend auch schon die Großeltern, die genau wissen, was und wie eine Disco ist, weil sie sich selber in ihrer Jugend in solchen Einrichtungen bewegten. Weder von der Ausstattung noch von der musikalischen Charakteristik her hat sich in diesen Jahrzehnten in den Discos etwas verändert. Eine Disco ist das, was sie von Anfang an gewesen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klischee, dass Erwachsene nichts von der Discoszene verstehen und sie eine spezifische Welt Jugendlicher sei, kann nur durch eine jugendliche Verstiegenheit in noch größere Illusionen beibehalten werden. Je stärker aber jemand in Illusionen verhaftet ist, desto stärker entfremdet er sich damit von sich selbst. Das bedeutet Persönlichkeitsverlust, psychische Nivellierung, Abnahme der Beziehungsfähigkeit, Verringerung der sozialen Integrationsfähigkeit, Anfälligkeit für Süchte, Begünstigung von Neurosen. So gestaltet sich der Idealtypus des isolierten Konsumenten, des entmenschlichten Verbrauchers, des psychomechanischen Bücklings einer seelenlosen und trügerischen Kommerzmaschinerie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1981 ist Verlag Quelle &amp; Meyer eine Arbeit der Autoren Neißer, Mezger und Verdin erschienen, die Charakteristik und Auswirkungen von Diskotheken untersucht (Titel: Jugend in Trance?  Diskotheken in Deutschland). Verdin ist Moderator beim Süddeutschen Rundfunk und war unter die 10 beliebtesten DJs Deutschlands gewählt worden. An Kompetenz lassen die Autoren also nichts zu wünschen übrig. Kurz gefasst bekundet diese Studie, dass die Discos den Jugendlichen effiziente Unterstützung bieten, ihre Zukunft auf mehrfache Weise zu unterminieren und zu demolieren, von beruflichem Chancenverlust bis hin zu Siechtum und sich unverhältinsmäßig häufenden tödlichen Unfällen.  Dieses Buch sollte jeder lesen, der je mit der Thematik Disco zu tun hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Autoren feststellen, fördert die DiscoIllusionskultur gerade jene psychisch wahrgenommenen Defizite, die Jugendliche in die Atmosphäre der Diskothek treiben. So setzt sich unter psychedelischen wirkenden Lichteffekten und einfahrenden Schlägen rhythmisch überlastiger, in gehörsschädigender Lautstärke hämmernder Songs oder Redestücke eine Eigendynamik in Gang, mitgestaltet von der Fähigkeit des sogenannten Disc-Jockeys, die Gefühle in einer Weise aufzuschaukeln, dass die Discobesucher dem Eindruck verfallen, eben das gefunden zu haben, was ihnen ihrer Meinung nach abgegangen ist. Dadurch vergrößert sich nur noch die Kluft zu der als öde empfundenen Alltagswirklichkeit, und der Drang nach der Disco verstärkt sich entsprechend. Damit ist der kommerziell verwertbare, die Zielpersonen als Konsumenten konditionierende Kreislauf angeworfen, ein Kreislauf, der erst durch den Übergang in eine andere kommerzielle Zielgruppe seinen Schwung verliert und das so für weitere wirtschaftliche Manipulierbarkeit vorbereitete Individuum in die systemkonforme, durch einsuggerierte Psychomechanismen gesteuerte Konsumentenschaft eingliedert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was hier vorrangig zu kritisieren ist, das ist die beklagenswerte Tatsache, dass der Mensch auf ein Wirtschaftsobjekt reduziert wird und seine Bedürfnisse in rein eigennütziger, materialistischer Weise gewinnorientiert ausgebeutet werden, ohne sie wesensgerecht zu befriedigen. Es ist ein Betrug an der Seele des Menschen, eine Negierung seines Wesens, eine Abwertung und schamlose Vermassung seiner Persönlichkeit. Es ist ein gewissenloser Handel mit Menschen und ihren Sehnsüchten, Bestandteil einer systemeigenen kontinuierlichen Preisgabe von ethischen Werten, die bekanntermaßen stets als unverzichtbar für menschliche Gemeinschaft gegolten haben und stets gelten werden. Der Mensch ist mehr als nur ein Wirtschaftsobjekt oder ein anderes Nur. Jede Ideologie, die den Menschen auf ein Nur reduziert  ob der marxistische Materialismus, der Wirtschaftsliberalismus oder was es sonst sein mag  beraubt den Menschen seiner Freiheit und seiner Würde. Das Tragische dabei ist, dass die Opfer das oft lange Zeit oder gar während ihres ganzen irdischen Daseins gar nicht merken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Okthabeus</description>
    <dc:creator>Okthabeus</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://blackandwhite.twoday.net/topics/Die+Disco&quot;&gt;Die Disco&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Okthabeus</dc:rights>
    <dc:date>2005-05-10T13:31:26Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://blackandwhite.twoday.net/stories/625409/">
    <title>A short story</title>
    <link>http://blackandwhite.twoday.net/stories/625409/</link>
    <description>The Englishman&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Englishman streches his legs. He liked the cosy room in this small hut and felt at his ease here. He was happy to be far away from his office, from the large city with its noise and stench, far from conferences and   far from the television set.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
He had craved for these holidays.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The guide sat opposite him and had bacon and bread. He was a wiry chap and one could see by his face that he was familiar with the dangers of the mountains.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Englishman looked at his taciturn guide. A strange man  he thought, but he trusted him.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
There were no other guests here this evening, only two men of the mountain rescue service sat in the kitchen and chatted with the hut keeper. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Englishman remembered the experiences of this day, his impressions on this mountain tour, and he forgot all around himself: the room, the people, the hut. The weather had been excellent, but it was autumn and the air had been cold even at noon. They had been marching nearly the whole day. They had crossed chutes, overcome ridges. The view from the peak had been wonderful.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
But in the afternoon they had seen how a rescue party saved a casuality.  Or was there a dead man? When the Englishman thought of this, he shuddered.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
At half past eight he ascended to the dormitory. The hut keeper showed him his couch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Although the English guest felt ready to drop he did not sleep very well that night. Again and again the accident came to his mind, and when he slept, he dreamed about war and horrible animals which wanted to harm him.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In a dogsleep he suddenly heard a rustle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Englishman gathered, listended and heard a noise near the door again.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
How do you do?&quot;, he said, but nowbody answered.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In the morning they got up early. They had to go another long strech of way on their mountain tour. Therefore the guide and the Englishman started as early as sunrise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The holiday-maker enjoyed the clean air, delighted in the beauty of the montains and took many pictures.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
At last he became hungry. On a sunny square they sat drown to take a rest and some refreshment. The Englishman opened his knapsack and produced his victualbox.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
How frightened he was as a mouse all of a sudden jumped out of it and disappeared between the stones!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
When they continued their walk it had already become midday.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A buzzard circled in the sky. The guide stopped for a moment and looked upwards. Then he went on, firmly and steadily as he was wont to, and the Englishman followed him.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Okthabeus</description>
    <dc:creator>Okthabeus</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://blackandwhite.twoday.net/topics/The+Englishman&quot;&gt;The Englishman&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Okthabeus</dc:rights>
    <dc:date>2005-04-13T13:24:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://blackandwhite.twoday.net/stories/619047/">
    <title>Weißundschwarz</title>
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    <description>Weiß beginnt, Schwarz gewinnt?&lt;br /&gt;
Schon wieder Halbwitz aus dem Munde rinnt,&lt;br /&gt;
ein Wunsch für den, der schwarze zieht,&lt;br /&gt;
und zweifelnd hoffend vor dem Schicksal kniet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weh und Mangel lassen Seufzer drücken,&lt;br /&gt;
dich Früchte von dem falschen Baume pflücken,&lt;br /&gt;
es dunkelt sich der Blick, die Zunge,&lt;br /&gt;
mit dunklem Teer füllt sich die Lunge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbändig reißt der lahme Wicht&lt;br /&gt;
dich schwarzkrallig hassend aus dem Licht,&lt;br /&gt;
ohnmächtig dennoch; was er weiß,&lt;br /&gt;
frisst seine Eingeweide flammend heiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aristoteles, der helle Kopf,&lt;br /&gt;
warf sein Hirn nicht in den Römertopf;&lt;br /&gt;
mehr Gut als Böse konstatiert er in der Welt,&lt;br /&gt;
sonst hätte längstens sie sich selbst gefällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt ein großes weißes Blatt vor dir,&lt;br /&gt;
es zeigt ein Werbemaster seine Spuren hier:&lt;br /&gt;
nur ein einzig Wort steht auf dem Feld, &lt;br /&gt;
schwarz gedruckt, und brüstet sich als Held.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine schwarze Botschaft fällt dir auf,&lt;br /&gt;
dein Blick klebt hilflos fest darauf; &lt;br /&gt;
des großen weißen Blatts nicht mehr bewusst,&lt;br /&gt;
erfährst du, wie das Schwarz den Geist verrußt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das leuchtend Weiß des Blattes schaut dich an,&lt;br /&gt;
von je her hat es das getan,&lt;br /&gt;
fern von dem schwarzheisern Gebell&lt;br /&gt;
wird deine Zukunft wieder hell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Okthabeus</description>
    <dc:creator>Okthabeus</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://blackandwhite.twoday.net/topics/Blackandwhite&quot;&gt;Blackandwhite&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Okthabeus</dc:rights>
    <dc:date>2005-04-10T13:46:57Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://blackandwhite.twoday.net/stories/618996/">
    <title>Licht durchleuchtet die Schwärze, &lt;br /&gt;
sie kann sich nicht so zeigen, wie...</title>
    <link>http://blackandwhite.twoday.net/stories/618996/</link>
    <description>Licht durchleuchtet die Schwärze, &lt;br /&gt;
sie kann sich nicht so zeigen, wie sie ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe geschrieen, durchdringend, gellend, &lt;br /&gt;
als das Licht mich traf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frost ließ meine Knochen klirren &lt;br /&gt;
und zerrte an meiner Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauder schüttelte mich vor dem,&lt;br /&gt;
was mich drohend umringte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinausgedrängt war ich aus der Wärme,&lt;br /&gt;
und ich wusste nicht, von wem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts habe ich gewählt, was mir widerfahren,&lt;br /&gt;
und dennoch so viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein fragenvolles Warten schwoll an&lt;br /&gt;
zu unzähmbarem Drängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Widerschein im spät erglänzten Spiegel&lt;br /&gt;
war ganz anders als ich je gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zerbrechlich wanken meine Saaten&lt;br /&gt;
im Wind des todesbrennenden Abgrunds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich presse meinen bangenden Geist&lt;br /&gt;
durch die spröde Röhre der starren Gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die pelzbedeckte Seele sprudelt Unrecht, &lt;br /&gt;
aber was gebrechlich ist, wird durch das Licht gehen &lt;br /&gt;
ohne Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Okthabeus</description>
    <dc:creator>Okthabeus</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://blackandwhite.twoday.net/topics/Warum&quot;&gt;Warum&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Okthabeus</dc:rights>
    <dc:date>2005-04-10T13:02:01Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://blackandwhite.twoday.net/stories/618486/">
    <title>Sein oder Nichtsein</title>
    <link>http://blackandwhite.twoday.net/stories/618486/</link>
    <description>In Namen können wir nicht hineinsehen; jetzt noch nicht. Einmal werden wir wissen, was in ihnen ist, dann, wenn alles im Licht liegt. Wer wird dann bleiben wollen, und wer fliehen, fliehen zu einer Stätte, die es nicht mehr gibt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb sage ich: Hier findest du einen kleinen Spalt, durch den sich dein forschender Blick bohren darf. Wenn du das tust, wirst du nicht nur etwas von mir, sondern auch etwas von dir erfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiheit ist Nehmen und Geben. Frei muss die Kunst sein, das kreative Walten; nicht als Gewalttat am Empfänger, nicht als Zwangsjacke von Definitionen, sondern als respektvolle, dem uns unbegreifbaren Menschenwesen gerecht  werdende Schaffung freier Räume, die ihn sein Inneres kundtun lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freiheit der Kunst ist die Freiheit des Empfängers, der diese Räume annimmt und da seine Seele von ihren Fesseln löst. Das ist der Dienst des wahren Künstlers, der, frei von sich selbst, dem Unerklärbaren seinen rechtmäßigen Platz einräumt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein lohnendes Ziel ist es, das es zu erreichen gilt. Nicht das Angekommen-Sein adelt unser Leben, sondern der Aufbruch auf dem Weg dorthin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht sichtbar ist  der Geist, der Leib sagt nichts von ihm. Die Worte sind es, die ihn erscheinen lassen, die ihn zeigen, ob er gebunden oder frei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Okthabeus</description>
    <dc:creator>Okthabeus</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Okthabeus</dc:rights>
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