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Blackandwhite

Sonntag, 10. April 2005

Weißundschwarz

Weiß beginnt, Schwarz gewinnt?
Schon wieder Halbwitz aus dem Munde rinnt,
ein Wunsch für den, der schwarze zieht,
und zweifelnd hoffend vor dem Schicksal kniet.

Weh und Mangel lassen Seufzer drücken,
dich Früchte von dem falschen Baume pflücken,
es dunkelt sich der Blick, die Zunge,
mit dunklem Teer füllt sich die Lunge.

Unbändig reißt der lahme Wicht
dich schwarzkrallig hassend aus dem Licht,
ohnmächtig dennoch; was er weiß,
frisst seine Eingeweide flammend heiß.

Aristoteles, der helle Kopf,
warf sein Hirn nicht in den Römertopf;
mehr Gut als Böse konstatiert er in der Welt,
sonst hätte längstens sie sich selbst gefällt.

Es liegt ein großes weißes Blatt vor dir,
es zeigt ein Werbemaster seine Spuren hier:
nur ein einzig Wort steht auf dem Feld,
schwarz gedruckt, und brüstet sich als Held.

Die kleine schwarze Botschaft fällt dir auf,
dein Blick klebt hilflos fest darauf;
des großen weißen Blatts nicht mehr bewusst,
erfährst du, wie das Schwarz den Geist verrußt.

Das leuchtend Weiß des Blattes schaut dich an,
von je her hat es das getan,
fern von dem schwarzheisern Gebell
wird deine Zukunft wieder hell.

Okthabeus

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Zuletzt aktualisiert: 10. Mai, 15:50

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